|
Eine Low-High-Flanke an CL schiebt das Datenbit
an DA in die internen Schieberegister. Die
letzten drei Datenbits (Zieladresse) bestimmen, ob
die Daten im R-Zähler-Latch, im A/N-Zähler-Latch
oder im Status-Register mit der Low-High-Flanke an
EN gespeichert werden.
Jetzt aber wieder mal zum
praktischen Teil:
Der 16-Bit Referenz-Zähler R wird mit
400,
der 12-Bit N-Zähler wird mit 216 und
der 7-Bit A-Zähler wird mit 40 geladen,
um den VCO (wie oben beschrieben) auf 433 MHz abzustimmen.
Die folgenden Tabellen (Tab.1, 2 und 3) zeigen die
erforderlichen Bitfolgen um die drei Zähler-Latch
und das Status2-Register mit ihren Werten zu laden.
Tab.1: Bitfolge zum Laden
des Referenz-Zählers mit dem Wert 400 auf Adr.100
(asynchrone Datenübernahme)
| 215 |
214 |
213 |
212 |
211 |
210 |
29 |
28 |
27 |
26 |
25 |
24 |
23 |
22 |
21 |
20 |
Adresse |
| 0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1 |
1 |
0 |
0 |
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
100 |
| |
|
|
|
|
|
|
256 |
128 |
|
|
16 |
|
|
|
|
R = 400 |
(siehe auch im Datenblatt)
Tab.2: Bitfolge zum Laden
des N- und des A-Zählers mit den Werten N=216,
A=40 auf Adr.111 (Dual-Betrieb)
| 26 |
25 |
24 |
23 |
22 |
21 |
20 |
211 |
210 |
29 |
28 |
27 |
26 |
25 |
24 |
23 |
22 |
21 |
20 |
Adresse |
| 0 |
1 |
0 |
1 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
1 |
1 |
0 |
1 |
1 |
0 |
0 |
0 |
111 |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
128 |
64 |
|
16 |
8 |
|
|
|
N = 216 |
| |
32 |
|
8 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
A = 40 |
(siehe auch im Datenblatt)
Tab.3: Bitfolge zum Laden
des Status2-Registers auf Adr. 010
| Nr |
Bit |
Bedeutung |
| 1 |
1 |
MFO1 und MFO2 als
Port-Ausgang |
| 2 |
0 |
| 3 |
1 |
PD-Polarität positiv |
| 4 |
0 |
MOD-Ausgang push pull |
| 5 |
1 |
Vorverstärker aktiv |
| 6 |
0 |
Anti-Backlash Impuls 20ns |
| 7 |
0 |
Spannungsverdoppler aus |
| 8 |
0 |
| 9 |
1 |
Port1 high (MFO1) |
| 10 |
1 |
Port2 high (MFO2) |
| 11 |
1 |
Teiler aktiv |
| 12 |
0 |
PD-Strom 0,25 mA |
| 13 |
0 |
| 14 |
0 |
Adresse Status2-Register |
| 15 |
1 |
| 16 |
0 |
(siehe auch im Datenblatt)
Noch ein Hinweis zu den hier als Port konfigurierten
MFO1- und MFO2-Ausgängen. In der
Praxis können diese Ausgänge zur Bandlagenumschaltung
des VCOs oä. verwendet werden, also die Schaltung
studieren bevor man die entsprechenden Bits setzt.
Das gilt auch für alle anderen Ausgäng (PD,
MOD und Spannungsverdoppler).
Um die oben ermittelten drei
Bitfolgen an den TBB206 zu senden, sind folgende Schritte
notwendig:
Das 3-Leiter-Bus Interface mit dem 3-Leiter-Bus des
TBB206 verbinden.
| 3-Leiter-Bus Interface |
TBB206 |
| CLK |
CLK |
| DATA |
DATA |
| E1 |
ENB |
(siehe auch unter Wiki)
Überprüfen ob das Setup
wie folgt eingestellt ist und gegebenen Falls so einstellen.
(Enable-Leitung ist während der gesamten Übertragung
auf low, Ruhezustand high)
setup: (toggle mit S,C,E,L)
ClockSET= 0, ClockPOL= 0, EnablePOL= 1, EnableLEN= 1
Das 3-Leiter-Bus Interface als Master
einstellen.
mode: master
Die zu sendenden Bitfolgen eingeben.
input: 0000000110010000100E1
input: 0101000000011011000111E1 input: 1010100011100010E1
Und mit drei mal "Enter" die eingegebenen
Bitfolgen ausgeben.
send: 0000000110010000100E1
send: 0101000000011011000111E1
send: 1010100011100010E1
Die Zähler-Latch R, N, A
und das Status2-Register sind jetzt geladen und der
VCO sollte (wie oben beschrieben) bei genau
433MHz schwingen, wenn er eingephast ist.
Will man wissen, ob der VCO eingephast ist, kann man
wie üblich die LD-Leitung (Lock-Detekt)
auf "high" testen. Der TBB206 bietet aber
noch eine weitere Möglichkeit "Lock-Detekt"
abzufragen. Über die Status3-Zieladresse 011
kann ein "Lock-Detekt-Bit" über den
3-Leiter-Bus gelesen werden (LD=high -> LD-Bit=low).
Das kann man wie folgt machen.
Vorher kann man noch die letzten 3 Bitfolgen speichern
um sie später wieder zu verwenden, denn es ist
schon lästig so viele Einsen und Nullen immer
wieder eingeben zu müssen. Dazu verwendet man
die Store/Recall-Funktion.
Anschließend kann man den Buffer noch löschen(Clear-Funktion).
Status3-Zieladresse 011 senden.
input: 011E1
send: 011E1
Jetzt schaltet der TBB206 das "Lock-Detekt-Bit"
auf die DATA-Leitung (Die DATA-Leitung
des Interface ist zwischen den Datentransfers immer
als Eingang mit pull up konfiguriert ), und es muß
mindestens ein CLK-Impuls ausgegeben werden,
damit der TBB206 die DATA-Leitung wieder frei
gibt. Mit der Read-Funktion
kann das wie folgt erledigt werden.
Read-Funktion mit 'R' aufrufen und ein Bit einlesen.
bit number (1-255):1 enable (1-3):1 read: 0E1
Es wurde eine Null gelesen, was einem LD=high
entspricht, also eingephast. Das genaue Timing-Diagramm
kann wie immer im Datenblatt nachgelesen werden.
Das Terminal-Fenster könnte danach wie folgt
aussehen:

Fazit:
Das 3-Leiter-Bus Interface kann einem die Rechenarbeit
nicht abnehmen, soll es auch nicht. Dafür kann
man sich eigene Programme schreiben die dann evtl.
auf das Interface aufsetzen. Das Interface ist ausschließlich
für die Elektronikwerkstatt (Fehlersuche/Reparatur/Entwicklung)
gedacht, um mal schnell ein paar Bits hin und her
zu schieben. Ich habe z.B. für alle Sender- und
Empfängerbaugruppen die ich öfters reparieren
muß eine Excel-Tabelle angelegt, in die nur
die gewünschte Frequenz eingetragen, und anschließend
die resultierenden Bitfolgen abgelesen werden können.
|