Der VCO
Ein VCO ist nichts weiter als ein spannungsabgestimmter
Oszillator (engl. voltage controlled oscillator).
Das folgende Bild3 zeigt eine Oszillator-Grundschaltung
mit der Komponente Verstärker/Begrenzer (grau)
und die frequenzbestimmende Schaltung mit variabler
Kapazität. Die frequenzbestimmende Schaltung
ist ein LC-Schwingkreis bestehend aus L, C1 und C2
(schwarz).
Soweit ein ganz normaler Oszillator, bis auf die
Besonderheit der zusätzlichen variablen Kapazität
(rot). Über den Widerstand R wird den Kapazitätsdioden
VC die Abstimmspannung Uab zugeführt und damit
die Frequenz des LC-Schwingkreises verändert.
Meist werden immer zwei Kapazitätsdioden in der
gezeigten Form eingesetzt. Dadurch werden nichtliniare
Effekte teilweise kompensiert und damit Oberwellen
reduziert.
Bei niedriger Uab hat VC eine maximale Kapazität
und damit der LC-Schwingkreis eine niedrigere Frequenz.
Das läßt sich gut merken, niedrige Spannung
gleich niedrige Frequenz und hohe Spannung gleich
hohe Frequenz.
Die Grundschaltung im Bild3 zeigt lediglich das Wesen
eines VCOs.
Eine VCO-Schaltungssammlung kann ich auf Grund der
Vielzahl verschiedener Anforderungen an VCOs an dieser
Stelle nicht bieten.
Bild 3: eine Oszillator-Grundschaltung als VCO

Der Bau eines guten VCOs erfordert reichlich Erfahrung,
weshalb ich für den Anfang die Verwendung eines
fertigen VCO-Moduls empfehle, besonders bei höheren
Frequenzen.
Als Beispiel nenne ich mal die ICs MAX2605 bis MAX2609
die im Bereich 45 bis 650 MHz einsetzbar sind.
Für die Freunde der Mikrowellen gibt es die ICs
von Crystek, VCO-Module bzw. komplette PLL-Synthesizer
mit integriertem VCO (1-5GHz). Ein Beispiel ist der
CPLL66-3475-3475 für 3,475GHz mit 3-Leiter-Bus
Interface.
Weiter mit folgenden Themen:
|